Palliativ-Zimmer
Um Patienten mit einer nicht mehr
heilbaren Erkrankung die letzten Lebenstage im Beisein der Angehörigen zu
ermöglichen, ist die Abteilung mit einem Palliativ-Zimmer ausgestattet. Im
Fokus der Palliativbetreuung steht das Lindern von Beschwerden wie Schmerzen,
Luftnot, Übelkeit oder Erbrechen. Das zu behandelnde Krankheitsspektrum
reicht von unheilbaren Tumorerkrankungen bis hin zu therapieresistenten
Erkrankungen aus nahezu allen Fachdisziplinen, (z.B. Lungenkrebs mit Atemnot im
Endstadium, therapieresistente Herzschwäche mit Luftnot, Schlaganfall mit
Beeinträchtigung der Kreislauffunktionen, etc
). Die Betreuung
schwerkranker dem Tode naher Patienten erfordert eine ganzheitliche,
individuelle Therapie, bei der neben der medizinischen und pflegerischen
Behandlung auch psychische, spirituell-geistliche oder soziale Aspekte
berücksichtigt werden. Der Bereich der Seelsorge nimmt hier einen
großen Stellenwert ein.
Definition "Palliativmedizin"
Definition "Palliativmedizin" durch die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1990: Palliativmedizin ist die aktive und
ganzheitliche Behandlung von Patienten, die an einer fortschreitenden
Erkrankung mit einer begrenzten Lebenserwartung leiden. Hierbei besitzt die
Beherrschung von Krankheitsbeschwerden und die psychologische, soziale und auch
seelsorgerische Betreuung höchste Priorität.
Erweiterung der Definition im Jahre
2002: Palliativmedizin ist auch ein Ansatz zur Verbesserung der
Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen, die mit Problemen
konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und
zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen,
Einschätzen und Behandlung von Schmerzen sowie andren belastenden
Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. |