| I.
Bradykinese der Hände |
| 0 |
Keine Beeinträchtigung. |
| 1 |
Angedeutete Verlangsamung aufeinander folgender Pro- und
Supinationsbewegungen (Bradydiadochokinese), beginnende Schwierigkeiten beim
Umgang mit Werkzeugen, Eßbesteck, Knöpfen, Schreiben mit
Unterbrechung des Schreibflusses (bei Betroffensein der bevorzugten Hand). |
| 2 |
Mittelgradige Verlangsamung der Pro- und
Supinationsbewegungen und Einschränkung des Be-wegungsausmaßes einer
oder beider Seiten mit entsprechender Beeinträchtigung aller
Handfunktionen. Die Schrift ist deutlich verlangsamt und kleiner, wobei die
Anfangsbuchstaben meist groß ausfallen. Die Horizontale kann beim
Schreiben nicht eingehalten werden. |
| 3 |
Schwere Verlangsamung der Pro- und Supinationsbewegungen,
Reduktion des Bewegungsaus-maßes, Unfähigkeit zu schreiben,
Knöpfe zu schließen, Essbestecke oder andere
Gebrauchsgegenstände zu benutzen, eine Zeitung oder ein Buch zu halten,
bzw. Seiten umzublättern. |
| |
| II.
Rigidität |
| 0 |
Keine. |
| 1 |
Angedeutete Rigidität (wächserne
Muskeltonuserhöhung) in Nacken und Schultern sowie eines oder beider Arme
und Beine mit und ohne Zahnradphänomen. Durch aktives Anheben und langsame
Drehbewegungen des gegenseitigen Armes kann die Tonussteigerung auf der
untersuchten Seite deutlicher werden (Aktivierungstest). |
| 2 |
Mittelgradige Rigidität in Nacken- und
Schultermuskulatur sowie in Arm und Bein einer oder beider Seiten mit und ohne
Zahnradphänomen. |
| 3 |
Schwere, kaum überwindbare Rigidität in Nacken-
und Schultermuskulatur sowie in Arm und Bein einer oder beider Seiten;
ausgeprägtes Zahnradphänomen, evtl. Reduktion der
Reflexlebhaftigkeit. |
| |
| III.
Haltung |
| 0 |
Normale Haltung, Kopf weniger als 10 cm nach vorne
gebeugt. |
| 1 |
Angedeutete Rumpfbeugung ("poker spine"), Kopf bis zu
12,5 cm nach vorne gebeugt. |
| 2 |
Leichte Anwinklung eines oder beider Arme, die jedoch
noch unterhalb der Hüfte bleiben, Kopf bis zu 15 cm nach vorne gebeugt.
|
| 3 |
Beginnende "affenartige" (Simian) Haltung. Kopf mehr als
15 cm nach vorne gebeugt; eine oder beide Hände befinden sich oberhalb der
Hüfte; die Finger sind evtl. im Grundgelenk gebeugt, in den übrigen
Gelenken gestreckt. Beginnende Beugung der Knie. Im Liegen fällt der Kopf
nach Anheben gar nicht oder nur langsam auf die Unterlage zurück. |
| |
| IV.
Mitschwingen der Arme |
| 0 |
Beide Arme schwingen (alternierend) gut mit. |
| 1 |
Ein Arm schwingt deutlich weniger mit. |
| 2 |
Ein Arm schwingt nicht mit, der andere evtl. vermindert.
|
| 3 |
Beide Arme schwingen nicht mit. |
| |
| I.
Bradykinese der Hände |
| 0 |
Keine Beeinträchtigung. |
| 1 |
Angedeutete Verlangsamung aufeinander folgender Pro- und
Supinationsbewegungen (Bradydiadochokinese), beginnende Schwierigkeiten beim
Umgang mit Werkzeugen, Eßbesteck, Knöpfen, Schreiben mit
Unterbrechung des Schreibflusses (bei Betroffensein der bevorzugten Hand). |
| 2 |
Mittelgradige Verlangsamung der Pro- und
Supinationsbewegungen und Einschränkung des Be-wegungsausmaßes einer
oder beider Seiten mit entsprechender Beeinträchtigung aller
Handfunktionen. Die Schrift ist deutlich verlangsamt und kleiner, wobei die
Anfangsbuchstaben meist groß ausfallen. Die Horizontale kann beim
Schreiben nicht eingehalten werden. |
| 3 |
Schwere Verlangsamung der Pro- und Supinationsbewegungen,
Reduktion des Bewegungsausmaßes, Unfähigkeit zu schreiben,
Knöpfe zu schließen, Essbestecke oder andere
Gebrauchsgegenstände zu benutzen, eine Zeitung oder ein Buch zu halten,
bzw. Seiten umzublättern. |
| |
| V. Gang |
| 0 |
Normales Gangbild mit einer Schrittlänge von 45 - 75
cm und mühelosem Umdrehen. |
| 1 |
Schrittlänge auf 30 - 45 cm verkürzt,
beginnendes Schlurfen einer Ferse. Das Umdrehen erfolgt langsamer und erfordert
mehrere Schritte. |
| 2 |
Schrittlänge mittelgradig auf 15 - 30 cm
verkürzt, beide Fersen schlurfen deutlicher, Umdrehen erfolgt langsamer
mit gelegentlicher Blockierung der Schritte. |
| 3 |
Schlurfender oder (selten) auf Zehenspitzen erfolgender
Gang mit Schritten von 7,5 cm. Gelegentliches Festkleben der Füße am
Boden bis hin zu vollständiger Gangblockierung, insbesondere bei Auftreten
von Hindernissen wir Türschwellen und Engpässen (Türen) oder
auch durch Ansprechen. Sehr langsames Umdrehen mit mehreren Schritten, evtl.
Blockierung und Fallneigung. |
| |
| VI. Tremor
|
| 0 |
Kein Tremor. |
| 1 |
Intermittierend auftretender, durch innere Anspannung (z.
B. Zählen) auslösbarer oder zu verstärkender Tremor mit einer
Amplitude von weniger als 2,5 cm in Ruheposition der betroffenen
Extremität oder des Kopfes. Er kann bei Einleitung einer
willkürlichen Bewegung vorübergehend geringer werden und ganz
verschwinden. |
| 2 |
Ausgeprägter, jedoch nicht konstanter Tremor mit
einer Amplitude unterhalb von 10 cm, der durch Willkürinnervation
unterdrückbar ist und dem Patienten damit eine gewisse Kontrolle der
Handfunktion ermöglich. |
| 3 |
Schwerer, konstanter, praktisch nicht
unterdrückbarer Tremor mit Amplituden über 10 cm, der nur im Schlaf
verschwindet. Patient ist unfähig zu schreiben, allein zu essen oder
Knöpfe zu schließen. |
| |
| VII.
Facies |
| 0 |
Normale, lebhafte Mimik. |
| 1 |
Leichte Starre des Gesichtsausdruckes. Mund bleibt
geschlossen, leichte Zeichen von Ängstlichkeit oder Depression. |
| 2 |
Mittelgradige Starre des Gesichtsausdruckes. Nur
stärkere Gemütsbewegungen zeigen sich. Die Mundwinkel sind leicht
heruntergezogen, die Lippen stehen zeitweilig etwas offen.
Mäßiggradige Zeichen von Angst und Depression. Speichelfluss kann
vorkommen. |
| 3 |
"Eingefrorener", maskenhafter Gesichtsausdruck, in dem
Gefühlsäußerungen nicht mehr erkennbar sind. Der Mund steht
unterschiedlich stark offen, was zu starkem Speichelfluß führen
kann. |
| |
| VIII.
Seborrhoe |
| 0 |
Keine. |
| 1 |
Vermehrtes Schwitzen an der Stirn, Schweiß
dünnflüssig und leicht wegwischbar. |
| 2 |
Deutlich fettige Haut; das Sekret ist
dickflüssiger, der Daumen gleitet bei Berührung über die Haut.
|
| 3 |
Ausgeprägte Seborrhoe. Gesicht und Kopfhaut sind
von dickflüssigem Sekret bedeckt. |
| |
| IX.
Sprache |
| 0 |
Klar, laut, volltönend, gut verständlich. |
| 1 |
Stimme leicht heiser oder zittrig mit verminderter
Modulation und Resonanz, ausreichende Lautstärke und noch gute
Verständlichkeit. |
| 2 |
Mäßiggradige Heiserkeit oder Zittrigkeit,
vermindertes Stimmvolumen, konstante Monotonie, kein Wechsel in der
Tonhöhe. Beginnende Artikulationsstörungen mit zögernder,
stotternder (Logoklonie), sich überstürzender Sprechweise, manchmal
mit mehrfacher Wortwiederholung (Palilalie). Patient ist schwer zu verstehen.
|
| 3 |
Schwere Heiserkeit, Sprache flüsternd, fast nicht
hör- und verstehbar. Sprachtempostörungen mit Logoklonie und
Palilalie, ggf. extrem ausgeprägt. |
| |
| X.
Selbständigkeit |
| 0 |
Keine Beeinträchtigung (trotz beginnender Zeichen
der Erkrankung). |
| 1 |
Patient ist noch vollkommen selbständig, doch
erfordern alle Aktivitäten des täglichen Lebens einen
größeren Zeitaufwand. Häufig ist eine Fortführung der
beruflichen und häuslichen Aktivitäten möglich |
| 2 |
Patient benötigt Hilfe in kritischen Situationen
wie z. B. beim Umdrehen im Bett, Aufrichten vom Stuhl, Anziehen von
Strümpfen, Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Ankleiden nur mit
großem Zeitaufwand möglich. Kauen und Schlucken erfolgen sehr
langsam. |
| 3 |
Patient ist ständig auf Hilfe angewiesen. Kann sich
nicht allein ankleiden, Nahrung zu sich nehmen, allein im Bett umdrehen oder
allein gehen. |
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|
Punkte |