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ASSESSMENT IN DER GERIATRIE

Pflegegesetzadaptiertes geriatrisches Basisassessment (PGBA)

22. Verfügbare Bezugsperson

Die Spannweite der Hilfsbedürftigkeit im Alter ist groß und reicht von Bereitstellen einfacher Hilfsmittel zur Sicherung der Selbständigkeit bis hin zur personellen Hilfe bei den basalen Verrichtungen der Dinge des täglichen Lebens wie Essen anreichen oder Hilfe beim An- und Auskleiden. Bezugspersonen oder pflegende Angehörige sind für die Sicherung der häuslichen Versorgung von entscheidender Bedeutung. Der weitaus größte Teil der pflegebedürftigen deutschen Bürger wird durch Ihre Angehörige versorgt.

Nach den Ergebnissen der Pflegestatistik des statistisches Bundesamtes 1999 wurden nahezu drei Viertel (72 % bzw. 1,44 Mio.) der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. 1,03 Mio. dieser Pflegebedürftigen erhielten ausschließlich Pflegegeld, das bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angehörige versorgt. Weitere 415.000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten jedoch mit teil - oder vollständiger Pflege durch ambulante Pflegedienste. Nur 28 % (573.000) wurden in Pflegeheimen betreut.

Für die Therapieplanung und - durchführung spielt die soziale Situation und die Beziehung zu den Angehörigen eine wichtige Rolle, da das Therapieziel entscheidend davon abhängt, in welche Wohn- oder Pflegeverhältnisse der Patient zurückkehrt. Dabei sind familiäre Bindungen ebenso wichtig wie die baulichen Gegebenheiten. Die Abfrage über das Item 22 der Rosette ermöglicht rasch das Einbeziehen der verfügbaren Bezugspersonen, sowie die Graduierung der Hilfsbedürftigkeit. Besteht darüber hinaus ein weiterer Handlungsbedarf in der Organisation der nachstationären Weiterversorgung, so erfolgt die Kontaktaufnahme durch unseren Sozialdienst, der unterstützende Angebote aufzeigt und deren Umsetzung einleitet.