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ASSESSMENT IN DER GERIATRIE

Pflegegesetzadaptiertes geriatrisches Basisassessment (PGBA)

10. Sich sauberhalten können

Die Einschränkungen in dem Bereich der Selbstversorgung wie Körperhygiene und An- und Auskleiden begründen sich zumeist durch die Schwere der Grunderkrankung und stellt eine Resultatfunktion dar. Die Erfassung der körperlich-funktionellen Handicaps erfolgt mit Hilfe von international anerkannten Messskalen. Der Barthel-Index erfaßt die Selbsthilfefähigkeit aus dem Bereich der Aktivitäten des täglichen Lebens und gilt als Maßstab für die Pflegebedürftigkeit. Die IADL-Skala als Ergänzung zum Barthel-Index bewertet die instrumentellen Aktivitäten des täglichen Lebens wie Kochen, Telefonieren, Einkaufen, Hauhalt, etc…

Bei stationärer Aufnahme erhält jeder Patient eine Bewertung mittels Barthel-Index, um die Hilfsbedürftigkeit abzuschätzen und Therapiefelder aufzuzeigen. Die geriatrische Pflege basiert auf dem Prinzip der aktivierenden Pflege, bei dem die Förderung der körperlichen Ressourcen im Vordergrund steht. Werden in der Pflege therapiewürdige funktionelle Ausfälle erkannt, so wird die Therapie auf das gesamte Team einschließlich Ergotherapie, Krankengymnastik sowie Sprach/Schlucktherapie erweitert. Bei Entlassung erfolgt zur Behandlungskontrolle eine erneute Bewertung mittels Barthelindex (auch Qualitätskontrolle).

Für die Anerkennung einer Pflegestufe ist das Ausmaß der Hilfsbedürftigkeit in der Versorgung der Grundbedürfnisse wie Nahrung, Hygiene und Mobilität von entscheidender Bedeutung. Hier ist das während des stationären Aufenthaltes abgefertigte Assessment als Entscheidungshilfe eine sinnvolle Ergänzung.