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Presse: Lebensqualität auch im Alter

Die Geriatrie (Altersmedizin) bietet heute viel um lange fit zu bleiben. Aber die Menschen müssen an der körperlichen und geistigen Fitness arbeiten, rieten Mediziner am WAZ-Gesundheitstelefon.

Es gibt Erkrankungen, die im Alter zunehmen. Arthrose schränkt die Bewegung ein. Die Angst vor Alzheimer ist hoch. "Doch die Altersmedizin hat inzwischen viele vorbeugende Behandlungsmethoden", so die Geratrie-Experten bei der WAZ-Telefonaktion. Das Thema "Gesundes, selbstbestimmtes und mobiles Alter" in der Augusta-Krankenanstalt Linden stieß gestern auf großes Interesse.

Zwei Gruppen von Anrufern habe es gegeben. "Die eine waren Patienten, die wissen wollten, was sie gegen Alterserkrankungen tun können. Die andere waren Angehörige, die sich nach den verschiedenen Pflegestufen erkundigten", erläuterte Dr. Thomas Hulisz, Leiter der Ambulanten Dienste des Augusta-Krankenhauses. Daneben gaben Dr. Olaf Hagen, Chefarzt der Geriatrischen Klinik im "Augusta" und Hermann Bomholt, Abteilungsleiter der AOK Westfalen-Lippe, Auskunft. "Es geht um die Ausnutzung von körperlichen und geistigen Ressourcen", erklärte Dr. Hulisz den Anrufern. Ältere Menschen müssten sich fit halten: "Etwa jeden Tag eine halbe Stunde ausdauernd bewegen", so der Mediziner. Gartenarbeit sei zwar gut, gehöre aber nicht in diese Kategorie. Er riet den Anrufern auch, jeden Tag etwas Neues zu lesen, das anspruchsvoller als ein Kreuzworträtsel sei.

Bewegungseinschränkung sei ein häufig angesprochenes Thema gewesen, so Dr. Olaf Hagen. "Hier aber gibt es bei der Augusta-Stiftung viele Kurse, die helfen", erklärte der Arzt. Einer davon sei "Sicherheit im Alter - Gangunsicherheiten erkennen und vermeiden". In der Geriatrischen Klinik arbeite man zum Beispiel am Muskelaufbau. "Es geht ja gerade darum, dass die Menschen mobil bleiben und so lange wie möglich selbstbestimmt ihr Leben führen können", so Olaf Hagen. Eine Arthrose etwa müsse frühzeitig behandelt werden und dürfe nicht zu einer Behinderung führen.

Quelle: WAZ Bochum, 25.06.2008, Von Jörg Kolesza


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